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Raumfahrt · USA

1000 Raketenstarts pro Jahr: Trump will die US-Raumfahrt radikal hochfahren

Das Weiße Haus will bis 2030 jährlich mindestens 1000 Raketenstarts ermöglichen – zehnmal mehr als im vergangenen Jahr. Trump hat dazu eine Anordnung unterzeichnet.

iureka Team ·

Foto: Forest Katsch / Pexels
Foto: Forest Katsch / Pexels

Washington, 21. August 2026 – US-Präsident Donald Trump will die US-Raumfahrt massiv ausbauen. Das Weiße Haus will bis 2030 jährlich mindestens 1000 Raketenstarts und Rückflüge ermöglichen.^[Süddeutsche Zeitung – Trump will Zahl der US-Raketenstarts drastisch erhöhen – url: https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-liveblog-raumfahrt-raketenstart-li.3530667] Am Donnerstag (Ortszeit) unterzeichnete Trump eine entsprechende Anordnung zur drastischen Erhöhung der Starts für die US-Raumfahrt.

Wiederverwendbarkeit als Schlüssel

Mit den Rückflügen ist die Wiederverwendbarkeit der Raketen gemeint, die auch als Schlüssel für eine so hohe Anzahl von Flügen gilt. Die Zahl der Starts lag im vergangenen Jahr bei 178 – und war damit bereits zehnmal höher als noch 2013.^[Süddeutsche Zeitung – Trump will Zahl der US-Raketenstarts drastisch erhöhen – url: https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-liveblog-raumfahrt-raketenstart-li.3530667] Um das Ziel von 1000 Starts im Jahr zu erreichen, müsste sich das Starttempo also mehr als verfünffachen – ein Niveau, das ohne die inzwischen etablierte Mehrfachverwendung von Trägerraketen kaum denkbar ist.

Beschleunigte Genehmigungen für die Industrie

Trumps Anordnung ruft die Behörden dazu auf, die gemeinsame Entwicklung von Infrastruktur für den Weltraumtransport mit privaten Partnern zu fördern. Genehmigungsverfahren und Umweltprüfungen sollen zudem beschleunigt sowie ausreichende Funkfrequenzen für die Raketenstarts sichergestellt werden.^[Süddeutsche Zeitung – Trump will Zahl der US-Raketenstarts drastisch erhöhen – url: https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-liveblog-raumfahrt-raketenstart-li.3530667] Damit würde der politische Rahmen für die kommerzielle Raumfahrt – von SpaceX über Blue Origin bis zu neuen Anbietern – erheblich erweitert.

Schattenseiten: Rekordverschuldung in Washington

Die Expansionspläne fallen in eine wirtschaftlich angespannte Lage: Die gesamte öffentliche Verschuldung der USA hat erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten – ein Anstieg um ein Drittel in weniger als fünf Jahren. Zugleich ignorieren US-Gesetzgeber weiterhin Forderungen, gegen die historisch hohen Haushaltsdefizite vorzugehen.^[Süddeutsche Zeitung – US-Staatsschulden überschreiten erstmals Marke von 40 Billionen Dollar – url: https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-liveblog-raumfahrt-raketenstart-li.3530667]

Täglich ein Start – das Niveau der Ambition

Wie groß der Sprung wäre, machte die Süddeutsche Zeitung mit einem Bildvergleich deutlich: Bilder wie vom Start der Artemis-II-Mondrakete der NASA im April 2026 – bislang ein Ereignis von Weltrang – soll es nach dem Willen des Weißen Hauses künftig täglich geben.^[Süddeutsche Zeitung – Trump will Zahl der US-Raketenstarts drastisch erhöhen – url: https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-news-liveblog-raumfahrt-raketenstart-li.3530667] Die USA würden damit ihre seit Jahren dominierende Position in der kommerziellen Raumfahrt weiter ausbauen – angeführt von SpaceX, dessen wiederverwendbare Raketen den Weltmarkt längst prägen.

Ob die Marke von 1000 Starts realistisch ist, hängt nicht zuletzt an der Nachfrage: Satellitenkonstellationen für Breitbandinternet, Erdbeobachtung und militärische Nutzung könnten die Startkapazitäten in den kommenden Jahren weiter auslasten. Die Anordnung aus dem Weißen Haus setzt jedenfalls ein klares Signal: Washington will den Weltraum als strategischen und wirtschaftlichen Raum ernsthaft erschließen – und die dafür nötige Infrastruktur ausbauen.

Quellen: Süddeutsche Zeitung – Trump will Zahl der US-Raketenstarts drastisch erhöhen · Süddeutsche Zeitung – US-Staatsschulden überschreiten erstmals Marke von 40 Billionen Dollar